Vom 10. bis zum 12. April 2026 reisten wieder ein mal ein paar tapfere Schweizer F3K-Piloten nach Norditalien, um am jährlichen Coppa Voli F3K Worldcup-Event teilzunehmen. Traditionell ist der Anlass der erste Wettbewerb im Ausland, nachdem wir in der Schweiz die Saison mit einem Event starten.
Dieses Jahr aufgrund der besonders frühen Ostern um ein Weekend nach hinten geschoben, fuhren wir trotzdem ohne grossen Ferienverkehr alle problemlos zum Platz in Tetti Neirotti, einem kleinen Örtchen ausserhalb Turins. Gander ist bereits am morgen mit seinem Camper auf dem Platz und geniesst einen Sonnigen Tag in Italien, während die anderen erst am Nachmittag eintreffen. Das Flugfeld ist wunderschön, mit einem super Ausblick auf die Alpen im Norden.

Bei wunderschönem Sonnenuntergang und gemütlichen Abendessen bei angenehmen Temperaturen genossen wir den Abend, bevor wir uns in Camper und Hotel (ca. 7 min vom Platz weg) zurückzogen und uns eine Mütze Schlaf gönnten.

Das Flugfeld in Turin liegt auf einer ebenen Fläche ohne grosse Hindernisse. Im Süden liegt eine grössere Baumreihe, woran teilweise Thermik ablöst, oder auch etwas Hangaufwind liefert, wenn sie richtig angeblasen wird.




Das Briefing wurde kurz gehalten, und bald mit dem Wettbewerb begonnen. Es gibt keine Flugverbotszonen oder ähnliches.

Es folgte ein schöner Samstag mit spannenden Flügen. Schon am Morgen blies schwach schon etwas der Wind, sodass sowohl leichte, als auch etwas schwerere Modelle funktionierten. So flogen Cederic und auch Ryan hauptsächlich ihre leichten Modelle, während wir anderen Schweizer eher nicht die leichten Modelle flogen, sogar teilweise leicht ballastierten. Schliesslich funktionierte beides relativ gut – wohl zeigt sich hier auch die enorme Leistungsfähigkeit der modernen F3K-Modelle.






Der Tag lief uns Schweizer teils gut, teils weniger gut: Oli war bester Schweizer auf 7, Cedi auf 9, Stefan auf 15, Gander auf 27 und Leon auf 28. Das Niveau war wieder einmal sehr hoch, sodass man sich fast keine Fehler erlauben durfte, um in den top 10 zu bleiben. Bei der anspruchsvollen Thermiksituation, die teilweise vorherrschte, war das keine einfache Aufgabe.

Wir flogen etwa bis 19:00h, worauf verschiedene Abendprogramme folgten. Während mehrere Piloten in die Stadt Pizza essen gingen (es gab u.a. Pizza mit Pommes und Würstchen, soll noch jemand sagen Ananas auf Pizza sei ein Verbrechen), blieben wir grösstenteils auf dem Platz und genossen ein tolles Abendessen mit Grill, Pasta und von Papa Gander im Camper selbstgebackenen Nidelkuchen. Das Gesellige soll bei diesen Wettbewerben nicht zu kurz kommen, und es war ein toller Ausklang nach einem tollen, aber intensiven, Wettbewerbstag.

Am nächsten Tag erwarteten wir gegen Mittag etwas Regen, weshalb wir bei unserem Shelter das Dach nicht mal aufzogen. Generell war der Sonntag wesentlich weniger interessant zu fliegen – die Thermik war einfach sehr schwach und selten auffindbar. Durch den etwas stärkeren Wind wurde auch die Baumreihe zu einem Mittel, sich noch etwas mehr Flugzeit auszugraben. So flog beispielsweise Stefan in seinem Durchgang «Best Flight» mit einer maximal möglichen Zeit von 10 Minuten mit 5:45 den 1000er ein, indem er genau am richtigen Ort der Baumreihe entlangflog – und just am Ende genau gleich lang flog wie Nikola. Es galt den ganzen Morgen das Beste aus schwierigen Bedingungen rauszuholen.

Um Mittag wäre theoretisch noch eine Pokerrunde angesagt gewesen, aber weil just genau dann erste kleine Regenzellen durchzogen, wurde durch die Wettbewerbsleitung und die Jury entschieden, die Runde nicht mehr zu fliegen, weil sie möglicherweise sehr lang dauern würde.
Es gab am Sonntag noch ein paar Verschiebungen auf der Rangliste – Cederic konnte sich mit drei super Flügen auf den hervorragenden 2. Platz hocharbeiten. Oli beendete seinen Wettbewerb auf 8, Stefan wieder einmal auf dem 13. Rang, Gander auf 28 und Leon auf 29.


Es war wieder einmal ein super Wochenende in Italien. Wir hatten am Sonntag einen wunderschönen Tag zum Fliegen und genossen das Leben auf dem Platz mit Zmittag und Znacht in bester Gesellschaft.
Wir waren in Gedenken bei unserem guten F3k-Freund Carlo, der leider Anfang Jahr verstorben ist und leider im Teilnehmerfeld fehlte. Carlo rimarrà per sempre nei nostri cuori.
