14.06.2026 – Schweizermeisterschaft in Cham

2013 hat die MG Zugerland bereits eine F3K Schweizermeisterschaft ausgerichtet, nun 13 Jahre später war das wunderschöne Fluggelände erneut Austragungsort der F3K Schweizermeisterschaft von 2026. Insgesamt 26 Piloten, von relativen Anfängern bis Profis, haben sich an diesem Tag nach Cham aufgemacht, um bei sonnigem Wetter den Schweizermeister in der Klasse F3K zu küren. Neben vollem Sonnenschein hat Petrus aber auch für reichlich Westwind gesorgt. Durch den Wald im Westen und Baumansammlungen im Osten sollten das gute Voraussetzungen für einen spannenden Wettbewerb werden.

Das Fluggelände der MG Zugerland liegt wunderschön gelegen und bot reichlich Platz für Zelte, welche für den Sonnenschutz auch nötig waren.

Das Start- und Landefeld bot genug Platz, sodass alle Piloten genügend Platz zum Starten und Landen hatten. Bei 3 Gruppen waren jeweils zwischen 7 und 9 Piloten auf dem Flugfeld.

Kurz nach 08:30h eröffneten Wettbewerbsleiter Hans, sowie Präsident der MG Zugerland Werner und OK-Chef Cyril den Wettbewerb mit dem offiziellen Briefing – no-fly Zonen wurden erklärt und dann waren wir ready, um den Wettbewerb zu beginnen! Angesagt waren acht Vorrunden mit den Tasks

  • Last Flight 5min in 7min
  • Last 2 Flights, 4min max
  • 1,2,3,4min in any order
  • Best flight (in 10min)
  • 2 flights, 5min max
  • Big Ladder (1, 1:30, 2, 2:30, 3 min)
  • Last 2 Flights, 3min max in 7min
  • Best 3 out of 6 flights, 3min max.

Von Beginn an wussten wir, dass wir uns auf einen windigen Tag einstellen müssen. Die leichten Modelle wurden so auch im Auto gelassen, und bald einmal wurde Ballast in die Flieger geladen.

Das Fliegen stellte sich als sehr herausfordernd dar. Der über den Wald wehende Wind war sehr turbulent und es bildeten sich starke Wirbel aus, welche ein Modell innert ein paar wenigen Sekunden um 20 Meter herunterspülen konnte. Es hat sich als gute Strategie herausgestellt, mit viel Ballast schnell viel Strecke zurückzulegen und die trotzdem vorhandenen, kleinen, aber starken Thermikblasen gezielt mitzunehmen, wenn man mit etwas Glück durch eine durchgeflogen ist. So hat an diesem Tag so mancher Blut geschwitzt, wenn man teilweise einfach zuschauen muss, wie sein Modell Spielball der Elemente geworden ist.

Die Windstation stand bis ca. 12:30h noch etwas im Einfluss einer Hecke, doch auch damit waren die Windbedingungen nicht ohne. Böen gegen 8 m/s und mehr machten das Fliegen anspruchsvoll, insbesondere für weniger erfahrene Piloten.

Während in den ersten drei Runden des Tages die Zielzeiten noch von manchen geflogen werden konnten, sah dies ab Runde 5 generell anders aus. Das machte den Wettbewerb aber sehr spannend, und es gab ein paar sehr spannende und beeindruckende Flüge zu beobachten.

Nach acht Runden war die Vorrunde geschafft, und die acht besten Piloten zogen in das Flyoff ein – das Finale der Schweizermeisterschaft. Dies waren Vorrundensieger Cederic, gefolgt von Stefan, Reto, Beni, Oli, Marco, André und Role.

Im Flyoff standen nochmals drei Runden an, nämlich wieder 2x5min, Huge Ladder (3, 5, 7min) und 1,2,3,4min. Pünktlich auf das Flyoff wurde das Wetter etwas berechenbarer, sodass in den drei Runden ein Flyoff auf allerhöchstem Niveau durchgeführt werden konnte. Das Wetter erlaubte es, dass bis auf den 7min Flug alle Zeiten eigentlich gefüllt hätten werden können, wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen war. Es war ein extrem spannendes Flyoff, und auch nach 2 Runden in diesen schwierigen Bedingungen waren noch vier Piloten, Beni, Stefan, Cedi und Oli im Rennen.

Kurze Wartezeit zwischen den Flyoff-Durchgängen

In der letzten Runde behielt Beni die Nerven und rettete seinen kleinen Vorsprung vom 7-Minüter (er flog 23 Sekunden länger als Cedi) ins Ziel und gewann das Flyoff mit knapp 40 Pünktli Vorsprung vor Stefan, gefolgt von Cedi, der ebenfalls nur 13 Punkte dahinter lag.

Es war eine sehr spannende und wunderschöne Schweizermeisterschaft, die wir in Cham erleben durften. Das Wetter war allerdings eine grosse Herausforderung für alle Piloten. Das waren definitiv Windverhältnisse, bei welchem man beim freizeitlichen Fliegen schon längst zusammengepackt hätte. Aber was sicher ist, ist dass alle Piloten an diesem Tag eine Menge über das Fliegen im Wind dazugelernt haben, und am Ende hat der Pilot gewonnen, der mit den Bedingungen am Besten zurecht gekommen ist.

Die Organisation der SM war extrem gelungen, und wir bedanken uns ganz herzlich bei der MG Zugerland und speziell Cyril mit seinen Helferinnen und Helfern für diese hervorragend organisierte Schweizermeisterschaft! Wir hoffen, dass nicht erst in 13 Jahren die nächste SM auf eurem wunderschönen Gelände stattfindet 😇.

Die Rangliste:


Bilder in diesem Beitrag stammen unter anderem aus der F3K Whatsapp-Community von René, Cederic und Stefan. Merci!